Die Ursachen brüchiger Nägel

Die Ursachen brüchiger Nägel

Brüchige Nägel treten schätzungsweise bei etwa 20 Prozent der Bevölkerung auf, wobei Frauen fast doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Je nach Art der Brüchigkeit kann man 2 Arten unterscheiden: die Onychorrhexis und die Onychoschisis.

Onychorrhexis

Das Wort leitet sich vom Griechischen, wobei „onycho“ Nagel bedeutet und sich „rhexis“ mit Riss übersetzen lässt. Das wichtigsten Merkmal der Onychorrhexis ist das längsfaserige Aufsplittern der Nägel. Ursachen für diese seltenere Form sind meist Erkrankungen wie Knötchenflechte (Lichen ruber) oder Erkrankungen des Stoffwechsels und der Schilddrüse. Auch ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel, durch falsche oder unzureichende Ernährung, kann eine Ursache für brüchige Nägel sein.

Onychoschisis

„Schisis“ lässt sich  in etwa mit „Spaltung“ übersetzen. Typische Kennzeichen sind das schichtweise Absplittern der Nägel horizontal vom freien Rand her. Mögliche Ursachen können Fehlernährung, Schilddrüsenunterfunktion oder ein Eisenmangel sein.

Alle Ursachen auf einen Blick

  • Reinigungsmittel:
    Der häufige Kontakt mit Haushaltschemikalien wie Seifen-, Spül- und Waschmitteln entzieht den Nägeln Feuchtigkeit – darunter leidet die Flexibilität und Widerstandsfähigkeit, sie werden porös und neigen zum Brechen.
  • Künstliche Fingernägel:
    Durch die schädliche Methacrylsäure, welche bei Acryl- sowie Gelnägeln verwendet wird, trocknet der Nagel stark aus. Das Entfernen der Nägel belastet durch die verwendeten Chemikalien zusätzlich. Weitere Infos zu künstlichen Nägeln gibt es hier.
  • Vitaminmangel:
    Dünne, brüchige Nägel könnten auch durch einen Mangel an Vitamin B, Vitamin C, Biotin oder Folsäure entstehen. Was diese Vitamine alles können, könnt ihr in unserem Lexikon nachlesen.
  • Mineralstoffmangel:
    Kalzium und Siliziummangel können ein weiterer Grund für brüchige Nägel sein. Kommen Risse in den Mundwinkeln (Rhagaden), Müdigkeit, Kopfschmerzen und Blässe hinzu, kann eine Blutarmut aufgrund von Eisenmangel (Eisenmangelanämie) dahinterstecken.
  • Hauterkrankungen:
    Nagelpilz, Schuppenflechte (Psoriasis) oder Knötchenflechte schädigen den Nagel auf mehreren Ebenen – brüchige Nägel sind nur eine Folge davon.
  • Schilddrüsenerkrankungen:
    Stoffwechselbedingt kommt es bei der Hypo- sowie bei der Hyperthyreose (Schilddrüsenunter respektive -überfunktion) zu dünneren, feineren und somit brüchigeren Nägeln. Bei Hyperthyreose kommt es durch den erhöhten Stoffwechsel allerdings auch zu einem schnelleren Wachstum der Fingernägel.
  • Zytostatika:
    Durch Zytostatika (Krebsmedikamente) wird das Wachstum von Zellen gehemmt, die sich schnell vermehren – so auch das Wachstum der Zellen des Nagels.
  • Wetterbedinge Einflüsse:
    Nägel sind sensibler als sie auf den ersten Blick erscheinen. Sie können ihren Feuchtigkeitshaushalt nicht selbst regulieren – das Wechselbad der trockenen Heizungsluft und der kalten Luft draußen machen sie spröde. Spröde Nägel können noch weniger Wasser binden, wodurch die Brüchigkeit weiter zunimmt.

Was tun?

Der Grundstein für gesunde Nägel ist die richtige Ernährung.

Wenn mit der täglichen Ernährung dem Bedarf nicht nachgekommen werden kann, ist die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln eventuell hilfreich. Auch die regelmäßige und schonende Nagelpflege ist wichtig, dabei soll das Kürzen mit einer Nagelfeile der Nagelschere vorgezogen werden. Wie man das richtig macht, zeigen wir unserem Beitrag zum richtigen Feilen.

Vor allem aber hilft  die Pflege mit Produkten wie Nagelölen, Nagelmasken oder Nagelhärtern.

Alles in allem gilt: für schöne und starke Nägel ist die richtige Pflege das A und O – wer Zeit in die regelmäßige Pflege investiert, legt den wichtigsten Baustein für die Gesundheit seiner Nägel.

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